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	<title>EsoWatch</title>
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	<description>Das EsoBlog.</description>
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		<title>Dr. Pfeiffer: ein Impfgegner im Selbstversuch</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 08:50:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Bojangles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Impfen]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Immanuel Pfeiffer]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Samuel H. Durgin]]></category>
		<category><![CDATA[Impfgegner]]></category>
		<category><![CDATA[Pocken]]></category>

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		<description><![CDATA[Drüben bei blooDNAcid auf den Scienceblogs, der gerade über die Wichtigkeit der Masernimpfung schrieb, tauchte In den Kommentaren bald ein Impfgegner auf und behauptete, dass es überhaupt keine Viren (und natürlich auch kein HIV) gebe und Grippeimpfungen schuld an der Spanischen Grippe 1918 waren. Die mehrfache Klarstellung anderer Poster, dass es die Grippeimpfung aber erst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Drüben bei blooDNAcid auf den Scienceblogs, der gerade über die Wichtigkeit der Masernimpfung schrieb, <a title="Impft Eure Kinder! Die Masern sind zurück!" href="http://www.scienceblogs.de/bloodnacid/2012/05/impft-eure-kinder-die-masern-sind-zuruck.php#comments">tauchte In den Kommentaren bald ein Impfgegner auf</a> und behauptete, dass es überhaupt keine Viren (und natürlich auch kein HIV) gebe und Grippeimpfungen schuld an der Spanischen Grippe 1918 waren. Die mehrfache Klarstellung anderer Poster, dass es die Grippeimpfung aber erst seit 1936 gibt, wird dabei geflissentlich ignoriert. </p>
<p>Und auch danach geht es munter weiter mit tiefsitzender Wirklichkeitsverleugnung. Wenn man es mit solchen Hardcore-Realitätsverweigerern zu tun hat, wünscht man denen ja gelegentlich die Krankheit an den Hals, damit diese am eigenen Leib erfahren können, was es bedeutet, krank zu sein. Die sollen doch in eine Quarantänestation gehen und dort mal tief einatmen.</p>
<p>Auch wenn es zutiefst unethisch ist: ein solches &#8220;Experiment&#8221; wurde tatsächlich schon einmal durchgeführt.<span id="more-7731"></span></p>
<p><strong>Pockenepidemie in Boston</strong><br />
Als eine Pockenepidemie <a href="http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJM200102013440511">1901 in Boston</a> ausbrach, versuchte man mit aller Kraft, der Krankheit Herr zu werden. Kranke kamen in Quarantäne und Impfstationen wurden eingerichtet, in denen die Einwohner sich gratis impfen lassen konnten. Bis Dezember 1901 wurden mehr als 400.000 Einwohner Bostons (von etwa 560.000) geimpft.</p>
<p>Aber das reichte nicht. Schließlich erließ das Gesundheitsamt eine Verordnung, dass jeder zu impfen sei. Aber Impfgegner gibt es ja schon <a title="Die Pockenimpfung und die Anfänge der Impfgegner" href="http://blog.esowatch.com/?p=7263">seit es das Impfen gibt</a> und die &#8220;Anti–Compulsory Vaccination League&#8221; versuchte, diese Verordnung per Gesetz verbieten zu lassen. Langen Kampf kurz gefasst: Die Vernunft siegte. Die Verordnung wurde über die Epidemie hinaus bis zum Obersten Gerichtshof der USA bekämpft, der schließlich 1905 mit sieben zu zwei entschied, dass der Staat Pflichtimpfungen zum Wohle der Gesellschaft anordnen kann.</p>
<p><strong>Durgins unethisches Angebot &#038; Pfeiffers Arroganz</strong><br />
Während der Epidemie <a href="http://books.google.at/books?id=FuNqjXiX8qsC&#038;pg=PA252&#038;lpg=PA252#v=onepage&#038;q&#038;f=false">forderte der Vorsitzende des Gesundheitsamtes, Durgin, die Impfgegner</a> heraus, mit denen er sich schon harte Gefechte geliefert hatte und die er zutiefst verabscheute. Er machte ihnen das Angebot, doch ungeimpft ihre Überzeugungen zu beweisen. Ein höchst unethisches und dummes Angebot, im vollen Bewusstsein der Konsequenzen unterbreitet. Durgin war überzeugt, dass sie alle sterben würden und wollte dies als Lektion nutzen.</p>
<p>Tatsächlich meldete sich einer seiner &#8220;Hauptfeinde&#8221;, Dr. Immanuel Pfeiffer, und suchte an, ein Pocken-Hospital zu besuchen. Pfeiffer war ein überzeugter Kämpfer für die Freiheit des Einzelnen und gab eine eigene Zeitschrift mit angeblich 10.000 Lesern heraus. Themen waren Sozialismus, Vegetarismus, Anti-Krieg, Reine Nahrung (Pure Foods), Frauenrechte, Therapeutische Suggestion (Hypnose), <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Single_Tax">&#8220;Single Tax&#8221;</a> (alle Steuern abschaffen bis auf eine Grundbesitzsteuer), Medizinische Freiheit, Kapital und Arbeit und selbstverständlich Impfgegnerschaft.</p>
<p>Pfeiffer lehnte jede Form organisierter Medizin ab und glaubte, dass ein gesunder Mann die Pocken nicht bekommen könne. Impfungen seien wirkungslos und er setze lieber auf Diät und Hypnose, um Krankheiten abzuwehren.</p>
<p>Durgin machte wie versprochen eine Ausnahme und Pfeiffer durfte ungeimpft die Pockenstation eines Krankenhauses besuchen. Er traf dort auf mehr als 100 Patienten und der zuständige Arzt riet ihm sogar, doch den Atem eines Patienten zu riechen. In seiner Arroganz verständigte Pfeiffer auch die Presse in mehreren Briefen von seinem Besuch und gab ein Interview. Er war völlig überzeugt, immun zu sein.</p>
<p><strong>Pfeiffers Verschwinden und Krankheit</strong><br />
Die Pocken haben eine Inkubationszeit von etwa 12-14 Tagen und in dieser Zeit durfte sich Pfeiffer frei bewegen. Durgin hatte allerdings nicht völlig den Verstand verloren und ließ ihn überwachen. Doch am dreizehnten Tag verschwand Pfeiffer. Die Zeitungen und die Öffentlichkeit waren wegen der laxen Sicherheit entsetzt und Durgin kam unter Druck, weil er die Öffentlichkeit mit dieser dummen Aktion in Gefahr gebracht hatte. Auf die Frage, ob er denn das Richtige getan habe, als er Pfeiffer den Zutritt gestattete, antwortete er, es sei <a href="http://news.google.com/newspapers?nid=2249&#038;dat=19020210&#038;id=O5E-AAAAIBAJ&#038;sjid=JFoMAAAAIBAJ&#038;pg=4717,1252661">&#8220;das Beste für die größtmögliche Anzahl Menschen&#8221;</a> gewesen.</p>
<p><a href="http://blog.esowatch.com/wp-content/uploads/2012/05/pfeiffer_Pocken.png"><img src="http://blog.esowatch.com/wp-content/uploads/2012/05/pfeiffer_Pocken.png" alt="" title="pfeiffer_Pocken" width="176" height="270" class="alignleft size-full wp-image-7738" /></a>Pfeiffer wurde kurz darauf auf seiner Farm in Bedford außerhalb Bostons aufgespürt. An den Pocken erkrankt. Die Medien überschlugen sich und schrieben, dass <a href="http://query.nytimes.com/gst/abstract.html?res=F10E11FA3E5412738DDDA00894DA405B828CF1D3">er wahrscheinlich sterben werde</a>.</p>
<p>In der Ortschaft Bedford war der Aufruhr ebenfalls groß. Auch dort waren viele Leute gegen das Impfen eingestellt, doch als Pfeiffer krank darnieder lag, mochten ihn seine Nachbarn plötzlich nicht mehr so und viele ließen sich impfen. Sie waren verärgert, weil er sich als Kranker nicht in Boston behandeln ließ, sondern stattdessen in ihr Städtchen floh.</p>
<p>Die Stadt Bedford überlegte andererseits, auch Boston zu verklagen, da durch unentschuldbare Fahrlässigkeit der Gesundheitsbehörden die Pocken in Bedford eingeschleppt wurden.</p>
<p>Einen Tag, nachdem Pfeiffers Erkrankung bekannt wurde, startete Boston eine weitere Impfaktion. Die 125 Mitarbeiter trafen auf wenig Widerstand und alles ging reibungslos. Die Schlagzeile &#8220;Impfgegner stirbt wahrscheinlich an Pocken&#8221; hatte den Impfwillen massiv gestärkt.</p>
<p><strong>Realitätsverweigerung par exzellence</strong><br />
Dr. Pfeiffer änderte seine Ansichten natürlich nicht. Der Presse gegenüber sagte er später, wäre er nicht so extrem übermüdet gewesen, wäre er überhaupt nicht krank geworden. Die Krankheit selbst sei lachhaft gewesen, er habe die meiste Zeit Karten gespielt. Auch ein anderer Impfgegner jener Zeit meinte, dass Pfeiffer außer Form und überanstrengt sei. Wahrscheinlich wäre er auch krank geworden, wenn er das Krankenhaus nie besucht hätte.</p>
<p>In einem Telefoninterview, das Dr. Pfeiffers Sohn <a href="http://query.nytimes.com/gst/abstract.html?res=F00717FF395412738DDDA90994DB405B828CF1D3">einen Monat nach dem Krankheitsausbruch gab</a>, erläuterte dieser, dass seine und seines Vaters Ansichten sich nicht geändert hätten. Er selbst sei zwar geimpft geworden, aber es habe bei ihm nicht funktioniert und sei sowieso nutzlos. Außerdem sei er die ganze Zeit bei seinem Vater gewesen und habe diesen gepflegt, seit er krank geworden sei und habe trotz des engen Kontakts während dessen Erkrankung keinerlei Krankheitssymptome verspürt.</p>
<blockquote><p>
I was vaccinated as a matter of form and in compliance with the desire of the local authorties. My vaccination did not take and I don’t think it was of any benefit. I have been with my father, personally attending him almost constantly since he became ill, and I can say positively that I have felt no ill effects from my close contact with him during his illness</p></blockquote>
<p>Es ist interessant zu bemerken, in welchem Ausmaß Menschen zur Realitätsverweigerung fähig sind. Wenn selbst die eigene Erkrankung sie nicht wachrütteln kann, wie sollen das Diskussionen in einem Blog tun?</p>
<p>Pfeiffer wurde später Präsident der &#8220;American Psychic Society&#8221; und hielt Vorträge, wie man mit dem Geist die Physis beherrschen könne.</p>
<p>Durgin wurde zwar für sein Vorgehen zu Recht kritisiert, aber da niemand starb und es zu keinen weiteren Ausbrüchen um Pfeiffer kam, dieser außerdem verspottet und die Stadt durchgeimpft wurde, schrieb der Boston Herald: &#8220;Chairman Durgin comes up smiling&#8221;. <a href="http://ajph.aphapublications.org/doi/pdf/10.2105/AJPH.2.5.384">1912 ging er im Alter von 73 Jahren in Pension</a>, vom Gesundheitsverband für seine Bescheidenheit, Bereitschaft zum lebenslangen Lernen und <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1089370/?page=1">Verdienste für die Medizin hoch gelobt</a>. </p>
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		<title>Ein Walach versteht die Welt nicht mehr&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 09:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Bojangles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Pseudowissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Walach]]></category>
		<category><![CDATA[Kozyrev]]></category>
		<category><![CDATA[Viadrina]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Walach von der Viadrina versteht laut seines letzten Blog(?)-Eintrags nicht, warum es eigentlich alle auf ihn abgesehen haben. Es sei ja wie im Mittelalter, als die Wissenschaftsfundamentalisten einen gleich auf dem Scheiterhaufen verbrannten. Wissenschaft sei die neue Religion und jeder, der auch nur ein wenig aus der Reihe tanze, werde von der Inquisition verfolgt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Walach von der Viadrina versteht laut seines <a href="http://intrag.info/aktuell/2012/05/07/wissenschaft-als-religion-%E2%80%93-religion-und-wissenschaft/" rel="nofollow">letzten Blog(?)-Eintrags</a> nicht, warum es eigentlich alle auf ihn abgesehen haben. Es sei ja wie im Mittelalter, als die Wissenschaftsfundamentalisten einen gleich auf dem Scheiterhaufen verbrannten. Wissenschaft sei die neue Religion und jeder, der auch nur ein wenig aus der Reihe tanze, werde von der Inquisition verfolgt. Die GWUP hat ihn dafür auch gleich <a title="Hogwarts an der Oder" href="http://blog.gwup.net/2012/05/07/hogwarts-an-der-oder/">auf die Schippe genommen</a>.</p>
<p>Was uns aufgefallen ist: Herr Walach hat mit seinem letzten Kommentar gezeigt, dass er entweder nicht versteht, warum die Arbeit grottenschlecht ist oder es weiß, sich nun aber herauswinden will. Jeder möge selbst entscheiden, was davon schlimmer ist.</p>
<p><strong>Das Wissenschaftsverständnis des Herrn Walach</strong><br />
<span id="more-7709"></span><br />
Herr Walach hat anscheinend einen sehr eigenen Wissenschaftsbegriff. Er scheint zu glauben bzw. argumentiert, dass Wissenschaft Denkverbote auferlege. Wenn man sich dann mit ungewöhnlichen Dingen beschäftige, werde von den &#8220;Wissenschaftsfundamentalisten&#8221; auf einem herumgetrampelt. Gewisse Dinge dürfe man einfach nicht untersuchen, denn dann sei man Esoteriker.</p>
<p>Sein Institut scheut sich dagegen nicht, sich als &#8220;einzelner Kämpfer&#8221; diesen Denkverboten entgegenzustemmen und mit Dingen zu beschäftigen, für die andere keinen Mut aufbringen. Aus Furcht vor den Fundamentalisten vermutlich.</p>
<p>Was Herr Walach dabei allerdings geflissentlich ignoriert, ist die Grundlage bereits vorhandenen Wissens. Neues Wissen zu schaffen bedeutet, dass man versucht, bestehendes Wissen zu erweitern und zu verbessern. Es ist ein Prozess, bei dem Ziegel auf Ziegel gelegt und nicht <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/08/der-drache-in-meiner-garage.php">in der Garage nach Drachen</a> gesucht wird.</p>
<p>Selbst Einstein, der mit seinen Theorien die Newtonsche Physik &#8220;abgelöst&#8221; hat, schuf nichts völlig Neues. Wir berechnen Beschleunigungen und Geschwindigkeit im Alltag immer noch nach Newton. Erst bei sehr hohen Geschwindigkeiten (z.B. in der Raketentechnik) wird Einstein relevant. Die Formeln Einsteins widersprechen dabei Newtons Formeln nicht. Sie verfeinern sie nur. Eine neue wissenschaftliche Theorie muss alles bisher Beobachtete erklären können, idealerweise besser und genauer.</p>
<p>Auch die vielen Atommodelle der Vergangenheit waren immer nur Verfeinerungen der vorhergehenden. Die vorherigen waren nicht falsch, wurden aber durch bessere abgelöst.</p>
<p>Herr Walach möchte aber wohl am liebsten die Regeln brechen und eine neue Physik einführen. Mit seiner Argumentation könnte man auch begründen, dass es sinnvoll sei zu untersuchen, ob es gegen Hodenkrebs hilft, sich den Kopf zu rasieren und mit Marmelade einzuschmieren. (Einige pseudomedizinische Behandlungen sind übrigens <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Bikarbonat-Therapie_nach_Simoncini">tatsächlich derart abstrus</a>.)</p>
<p>Wenn plötzlich 2 + 2 = 5 gelten soll (eine vernünftige Definition der Symbole vorausgesetzt), dann bekommt man es tatsächlich mit Wissenschaftsfundamentalisten zu tun. Zumeist trifft der gelehrige Schüler auf einen solchen/eine solche in der ersten Klasse der Grundschule und lernt, dass es ein Fundament gibt, auf dem man aufbaut. Andere brauchen offenbar etwas länger.</p>
<p><strong>Das Thema der Arbeit</strong></p>
<p>Herr Walach meint des Weiteren, dass auf ihm und dem Autor der Arbeit herumgehackt werde, weil das Thema der Arbeit abstrus ist. Das Thema ist zwar tatsächlich sehr <a href="http://robinbrown.co.uk/wp-content/uploads/2012/02/double-facepalm1.jpg">eigen</a>, aber das ist nur ein Stück des Kuchens. Forschung an seltsam erscheinenden Themen passiert dauernd.</p>
<p>Es gibt z.B. eine wissenschaftliche Arbeit, die sich mit <a title="Pressures produced when penguins pooh — calculations on avian defecation" href="http://www.springerlink.com/content/a9j4vvpattrukeyn/?MUD=MP">Fäkal-Druck bei kackenden Pinguinen</a> beschäftigt. So abartig sich das anhören mag: es ist eine gute Arbeit und wesentlich interessanter als der Titel vermuten lässt. Dass die Arbeit den Ig-Nobelpreis bekommen hat, drückt dabei nicht aus, dass die Arbeit schlecht sei, sondern die Jury sich wohl herzlich über Titel/Thema amüsiert hat.</p>
<p>Oder um in den esoterischen Bereich zu kommen: der <a href="http://esowatch.com/ge/index.php?title=Johann_Grander">Wasserverschwurbler Grander</a> hat einige Diplomarbeiten bezahlt, die sich mit seinem nutzlosen Wasserdrehdingsda beschäftigten. Die Arbeiten haben zwar den zahlenden Auftraggeber nicht befriedigt, aber sie waren <a href="http://homepage.univie.ac.at/erich.eder/wasser/">wissenschaftlich im Wesentlichen korrekt</a>.</p>
<p>Diese Beispiele sollen illustrieren, dass man sich mit ungewöhnlichen Themen wissenschaftlich beschäftigen kann, ohne kritisiert zu werden.</p>
<p><strong>Das Problem</strong></p>
<p>Das Problem der Arbeit ist nicht ein einzelner Punkt, sondern das Gesamtpaket. Eine Masterarbeit muss wissenschaftlichen Standards genügen. Florian Freistetter hat mit einem <a title="Pseudowissenschaft an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt: Professor Harald Walach und der Kozyrev-Spiegel" href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/pseudowissenschaft-an-der-europauniversitat-viadrina-frankfurt-harald-walch-und-der-kozyrevspiegel.php">schönen Blogbeitrag</a> bereits die meisten Probleme der Arbeit und der Argumentation Walachs skizziert. Das Thema ist unplausibel im Quadrat, die Form erinnert an einen Schulaufsatz, die diversen Probleme mit der Statistik hätten dem Gutachter auffallen müssen, dazu diverse Fehler wie eine Lichtgeschwindigkeit von 3.000 km/h.</p>
<p>Was uns aber am schwerwiegendsten erscheint, ist das Unvermögen der Herren Walach und Schmidt einzusehen, wo das Problem liegt. Es erscheint uns zwar wahrscheinlich, dass beide in Zukunft vorsichtiger sein werden &#8211; aber wohl nicht aus dem ehrlichen Bedürfnis, bessere Arbeit zu leisten, sondern um sich nicht der &#8220;Verfolgung durch die Wissenschaftsfundamentalisten&#8221; auszusetzen.</p>
<p>Wer bei dem Ganzen wirklich draufzahlt, sind 6.500 Studenten an der Viadrina, die mit &#8220;Hogwarts an der Oder&#8221; leben müssen.</p>
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		<item>
		<title>Hexerei im 21. Jahrhundert: Mit Suchmaschinen zum Erfolg!</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 16:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>YorkTown</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
		<category><![CDATA[Hexerei]]></category>
		<category><![CDATA[Rumänien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrsagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Früher war die Wahrsagerei ein hartes Gewerbe. Man musste sich ernsthaft etwas einfallen lassen. Schon Oma Wetterwachs wusste, Pschikologie gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten einer Hexe und wohl auch Wahrsagerin. Aber heutzutage, in unserer hochtechnisierten Welt, hat man als Hexe ganz andere Möglichkeiten. Zwei &#8220;mächtige&#8221; und berühmte Hexen in Rumänien haben gezeigt, wie es geht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Früher war die Wahrsagerei ein hartes Gewerbe. Man musste sich ernsthaft etwas einfallen lassen. Schon <a href="http://www.thediscworld.de/index.php/Esmeralda_Wetterwachs">Oma Wetterwachs</a> wusste, <a href="http://www.thediscworld.de/index.php/Pschikologie">Pschikologie</a> gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten einer Hexe und wohl auch Wahrsagerin. Aber heutzutage, in unserer hochtechnisierten Welt, hat man als Hexe ganz andere Möglichkeiten.</p>
<p>Zwei &#8220;mächtige&#8221; und berühmte Hexen in Rumänien haben gezeigt, wie es geht. Die Kunden waren von dem ausführlichen Wissen der beiden Hexen beeindruckt; mit unglaublicher Treffsicherheit wussten sie Dinge, die kein anderer wissen konnte.</p>
<p>Über das Internet haben sich die beiden Hellseherinnen einen Überblick über ihre Opfer verschafft, sie durch Suchmaschinen gejagt, ihre Onlineprofile gelesen und wenn es rentabel schien, die Leute auch mit versteckten Kameras und angezapften Telefonen überwacht.<span id="more-7684"></span></p>
<p>Wie der <a href="http://www.mirror.co.uk/news/weird-news/google-fortune-tellers-frauds-used-816755">englische Mirror berichtet</a>, haben die beiden Frauen und ihre Komplizen (7&nbsp;Personen insgesamt) das sehr geschickt gemacht und auch Schutz vor bösen Geistern und dem Teufel verkauft. Vor allem haben sie dabei nicht schlecht verdient und manchen Opfern zehntausende Euro aus der Tasche gezogen.</p>
<p>Die rumänische Schauspielerin und Moderatorin <a href="http://ro.wikipedia.org/wiki/Oana_Z%C4%83voranu">Oana Zavoranu</a>, die inzwischen Anzeige erstattete, hat ihnen gut 450.000&nbsp;Euro in Bargeld und Wertgegenständen gezahlt, um sich vor bösem Zauber der eigenen Mutter zu schützen. Laut den Hexen sei die Schauspielerin aber nur wütend, weil die Hexen versprochen hatten, <a href="http://www.dailymail.co.uk/news/article-2074257/Romanian-witches-charged-blackmail-extortion-promising-celebrities-help-break-curses.html">ihre Mutter mit Flüchen umzubringen</a>, diese aber noch immer am Leben ist.</p>
<p>Andere bekannte Persönlichkeiten sollen mit Zaubersprüchen bedroht worden sein, was den beiden Hexen Anklagen wegen versuchter Erpressung eingebracht hat.</p>
<p>Besonders beachtenswert der Fall einer Frau, der sie einredeten, dass sie sich von der Bürde des Weltlichen lösen und ihr Geld bei einem mitternächtlichen Ritual in einen See werfen soll. Dort zweifelte die Frau zwar kurz, doch dann erhob sich eine dämonische Figur aus dem Wasser und sie warf in Panik ihr Geld doch weg und floh.</p>
<p>Was man mit einer Taucherausrüstung und einer gruseligen Maske nicht alles erreichen kann &#8230;</p>
<p>Ein besonderes Schmankerl: Als sie versuchten, sich aus den Anschuldigungen mit Bestechung freizukaufen, wurde die Truppe bereits überwacht und wegen Beamtenbestechung festgenommen. Das haben sie offensichtlich nicht kommen sehen.</p>
<p>Es mag vielleicht überraschen, aber Hexen und Wahrsager gehören mit einem <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,737664,00.html">Jahreseinkommen von 15.000&nbsp;Euro</a> zu den Spitzenverdienern im Land (Durchschnittslohn 2009: ca.&nbsp;5.000&nbsp;Euro). Was die Regierung auch dazu bewegt hat, die Wahrsagerei ab dem 1.&nbsp;Januar 2011 steuerpflichtig zu machen. Astrologie und ähnliches galt bis dahin als Sozialberuf(!). Die Idee zu dieser Steuer kam bereits 2001 auf; es hat 10&nbsp;Jahre gedauert, bis sie Wirklichkeit wurde.</p>
<p>Die Hexen wehrten sich mit bitterbösen Flüchen inklusive geopferter Tiere &#8211; allerdings ohne Erfolg, auch wenn sogar <a href="http://blog.esowatch.com/?p=359">Staatspräsident Traian Băsescu an violette Esoterik</a> glaubt.</p>
<p>Viele Vertreter eines modernen Rumänien meinen, dass ihr Land vom Westen, als von Aberglauben, Vampiren und Hexen durchsetzt, abgeschrieben wurde und argumentieren, dass <a href="http://www.religiondispatches.org/archive/culture/4030/romania%E2%80%99s_%E2%80%9Cwitch_tax%E2%80%9D%3A_magic_meets_bureaucracy/">mittelalterliche Praktiken nicht mehr zeitgemäß</a> sind. So kämpft z.B. der Abgeordnete der &#8220;Partei der Roma&#8221;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nicolae_P%C4%83un">Nicolae Păun</a> für ein Gesetz, das Hexerei und Wahrsagerei überhaupt strafbar machen soll.</p>
<p>Es bleibt zu hoffen, dass Fälle wie dieser Wasser auf die Mühlen der Vernunft sind.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Religionsschule Waldorfschule: Ein „Umkreisen Gottes“</title>
		<link>http://blog.esowatch.com/?p=7664</link>
		<comments>http://blog.esowatch.com/?p=7664#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 May 2012 22:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>esowatch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anthroposophie]]></category>
		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Lichte]]></category>
		<category><![CDATA[Antroposophie]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Rudolf Steiner]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhrbarone]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute mal wieder ein Gastbeitrag von Andreas Lichte. Der Artikel wurde bereits bei den Ruhrbaronen veröffentlicht. Bei den Ruhrbaronen streitet man darüber, ob es an öffentlichen Schulen bekenntnisorientierten Religionsunterricht geben sollte. An den Waldorfschulen gibt es ihn – als Ablenkungsmanöver von der alles durchdringenden religiösen Prägung durch die Anthroposophie. Der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange schreibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Heute mal wieder ein Gastbeitrag von <a href="http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-%E2%80%93-am-%E2%80%9Eseminar-fur-waldorfpadagogik-berlin%E2%80%9C/">Andreas Lichte</a>. Der Artikel wurde bereits <a href="http://www.ruhrbarone.de/religionsschule-waldorfschule-ein-umkreisen-gottes/">bei den Ruhrbaronen veröffentlicht</a>.</em></p>
<p><a href="http://blog.esowatch.com/wp-content/uploads/2012/05/Stegers-armillarsphaere.jpg"><img src="http://blog.esowatch.com/wp-content/uploads/2012/05/Stegers-armillarsphaere.jpg" alt="" title="Armillarsphaere Foto: Felix Steger Lizenz: PD" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-7677" /></a>Bei den Ruhrbaronen <a href="http://www.ruhrbarone.de/religionsunterricht-betont-das-trennende/">streitet man darüber</a>, ob es an öffentlichen Schulen bekenntnisorientierten Religionsunterricht geben sollte. An den Waldorfschulen gibt es ihn – als Ablenkungsmanöver von der alles durchdringenden religiösen Prägung durch die Anthroposophie.<br />
<span id="more-7664"></span><br />
Der Erziehungswissenschaftler <a href="http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-curriculum-und-karma-das-anthroposophische-erziehungsmodell-rudolf-steiners/">Prof. Klaus Prange</a> schreibt in seinem Standardwerk „Erziehung zur Anthroposophie – Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik”: „Die Anthroposophie braucht in der Tat nicht [in den Unterricht der Waldorfschule] hineingetragen zu werden, sie ist immer schon da.”</p>
<p>Schwieriger wird es, will man die Religion Anthroposophie auch als solche erkennen, Prange führt aus: „In der Tat entsteht aus der Differenz von allgemeiner öffentlicher Präsentation, die sich der üblichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigentlich damit gemeint ist,der Eindruck, man habe es bei der anthroposophischen Pädagogik mit einer Art Mogelpackung zu tun, die ein sehr eigenwilliges Produkt in einer geläufigen und höchst normalen Verpackung an den Mann zu bringen versucht.“</p>
<p>Zur Illustration der „Mogelpackung Waldorfpädagogik“ ein Beispiel aus der Praxis meiner <a href="http://www.novo-magazin.de/82/novo8216.htm">Ausbildung zum Waldorflehrer</a> – der „Lehrer“ ist ein Gastdozent am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“:</p>
<blockquote><p>Ein letztes Mal quietscht die Kreide über die Tafel. Der Lehrer steht bewundernd vor seiner vollendeten Unendlichkeitskonstruktion. Den Kreidestaub aus seiner Aura und seinem modischen Jackett klopfend, holt er nun zur Offenbarung letzter Wahrheiten aus: »Sie sehen, der Mensch besitzt die Fähigkeit zur Erkenntnis des Unendlichen, des Göttlichen…« Das Fach: Mathematik, genauer: »darstellende Geometrie«.</p></blockquote>
<p>Die „normale Verpackung“ ist „Mathematik“, das „eigenwillige Produkt“ die Religion Anthroposophie. <a href="http://www.lehrer-seminar-berlin.de/dozent/lothar-steinmann">Lothar Steinmann</a>, Leiter des „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“, schreibt dazu in einer e-Mail an Pfarrer Thomas Gandow, Beauftragter für Sektenfragen der Evangelischen Kirche:</p>
<blockquote><p>Die Begegnung mit der Unendlichkeit ist für Schüler, wenn sie denn stattfindet, immer auch die Begegnung mit einer neuen Dimension. Das vermeintlich Abstrakte verdichtet sich zu einem Erlebnis, dass eine andere, vielleicht transzendente Seinsebene ahnen lässt. Geometrie ist in diesem Sinne immer auch Begegnung mit dem Unendlichen. Ich fasse das als eine Art »Umkreisen Gottes« auf, benutze damit einmal ein Ihnen geläufiges Vokabular, und wünsche mir in diesem Unterricht, wenn es denn gelingt, eine Art religiöser Stimmung, bei der Richtungen, Ismen und Konfessionen keine Rolle spielen.</p></blockquote>
<p>Ein weltanschaulich neutrales „Umkreisen Gottes“? Hier klingt das anthroposophische Selbstverständnis an, „Wissenschaft“ sein zu wollen: Rudolf Steiners irreführende Bezeichnung für die Religion Anthroposophie ist „Geisteswissenschaft“. Lothar Steinmann kann aber auch deutlicher werden, so sagt er <a href="http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-%E2%80%93-am-%E2%80%9Eseminar-fur-waldorfpadagogik-berlin%E2%80%9C/">an die zukünftigen Waldorflehrer gerichtet</a>: „Sie werden die Welt mit anderen Augen sehen … Zweck unseres Zusammenseins ist Rudolf Steiner.”</p>
<p>In der Waldorfschule sind alle Fächer von Rudolf Steiners Religion Anthroposophie geprägt, hier nur noch ein weiteres Beispiel aus einem Gebiet, wo man im 21igsten Jahrhundert eigentlich keine Religion erwarten würde:</p>
<blockquote><p>Im Fach «Himmelskunde« hantiert ein anderer Lehrer mit einer Antiquität: einer »Armillarsphäre«. Das ist ein Modell des geozentrischen Weltbildes, in dem die Erde Mittelpunkt des Universums ist. Er will den Schülern den Himmel auf »natürliche Weise« nahe bringen, »so wie der Mensch ihn erlebt«. Warum? Der Lehrer erläutert es mit einem Schiller-Zitat: »Es knüpft dein Zenit und Nadir dich an die Achse der Welt …«, »das bringt eine moralische Dimension«. Leider lösen Moral und Schiller bei den Schülern nur Erstaunen aus, deshalb erklärt er dasselbe noch einmal, diesmal zum Anfassen: »Das Zentrum der Welt ist in meinen Füßen, das Zentrum der Welt ist in meiner Haarspitze. Sie sind immer das Zentrum … ein erbauender Gedanke! Der Mensch, sein Ich, steht im Zentrum der Welt: Ich bin Gott …«</p></blockquote>
<p>In der „Himmelskunde“ lässt der Dozent erahnen – und bewusst offen! – welch bedeutende Rolle der Mensch in der Anthroposophie hat, hier im Schnelldurchlauf:</p>
<p>„Anthroposophie“ heißt übersetzt „Weisheit vom Menschen“. In der Anthroposophie ist alles „Mensch“, auch die Natur ist vom Menschen „durchgeistigt“. Der Mensch ist Beginn und Ende der Welt.  Rudolf Steiner stellt Darwins Evolutionslehre auf den Kopf und zugleich in den Rahmen einer kosmischen Geschichtsschau: Der Mensch steht am Anfang. Aus ihm heraus haben sich die Tiere entwickelt, sind Spezialisierungen, Vereinseitigungen menschlicher Eigenschaften. Und zugleich ist „der Mensch“ auch Ziel des ganzen Entwicklungsgeschehens. Aufgrund „höherer Notwendigkeiten“ steigt er als rein geistiges Wesen in die materielle Welt hinab, um sich – und damit auch die „geistige Welt“ – im Verlaufe vieler Reinkarnationen zu perfektionieren.</p>
<p>Der selbsternannter Hellseher Rudolf Steiner behauptete, in der „<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/ein_jesus_aus_nazareth_und_einer_aus_bethlehem_1.9107643.html">Akasha-Chronik</a>“, einem „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können. Laut Steiners übersinnlichen Erkenntnissen vollzieht sich die „Menschheitsentwickelung“ nacheinander auf sieben „Planeten“: Saturn, Sonne, Mond, Erde, Jupiter, Venus, Vulkan.</p>
<p>Zurzeit befindet sich die Menschheit auf der Erde. Die Erdentwicklung begann mit einer „polarischen“ und „hyperboräischen“ Zeit, es folgten „Lemurier“ und „Atlantier“, Zitat Rudolf Steiner, „<a href="http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&#038;view=article&#038;id=152%3Aaus-der-akasha-chronik&#038;catid=11%3Aga-11-aus-der-akasha-chronik&#038;Itemid=2">Aus der Akasha-Chronik</a>“: „Und von einem kleinen Teil [der Atlantier] stammen die so genannten Arier ab, zu denen unsere gegenwärtige Kulturmenschheit gehört.“</p>
<p>„Arier“ benutzt Steiner synonym zu „Europäer“, andere Kulturen und Völker spielen keine entscheidende Rolle – wie sollten sie auch, wurden sie doch „zu verkümmerten Menschen, deren Nachkommen heute noch als so genannte wilde Völker gewisse Teile der Welt bewohnen.“ (ebd.)</p>
<p>Zu abgehoben? Wo bleibt die Praxis? In der Waldorfschule wird auch „Atlantis“ – als Geburtsstätte der „Arier“ – unterrichtet. Noch nie davon gehört? Manche Eltern auch nicht, siehe das Feature des SWR, „Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?“:</p>
<blockquote><p>O-Ton Mutter: »Also ich bin noch nie über irgendwelche Inhalte gestolpert, die mich irritiert hätten, ist mir nicht passiert.«</p>
<p>SWR: »Aber uns. Als wir in Julias alten Epochenheften graben, finden wir ein Geschichtsheft, das doch tatsächlich mit der Beschreibung von Atlantis beginnt …«
</p></blockquote>
<p>Wenn es richtig „waldörflich“ sein soll, zitiert man hier am besten Goethe: „Den Teufel spürt das Völkchen nie, // und wenn er sie beim Kragen hätte.“ Anders gesagt: Die beste Missionierung ist die, die man gar nicht erst bemerkt.</p>
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		<title>Messias 2.0</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 13:02:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>esowatch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bruno Gröning]]></category>
		<category><![CDATA[Bruno Gröning Freundeskreis]]></category>
		<category><![CDATA[Heilssekte]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute bloggen wir einen uns freundlicherweise zur Verfügung gestellten Gastbeitrag von einer Werbeveranstaltung des Bruno-Gröning-Freundeskreises. Danke an Sigrid Herrmann-Marschall für diesen Bericht. Ein Besuch beim Bruno Gröning Freundeskreis Eines kann man der Bruno-Gröning-Sekte sicher nicht vorwerfen: Dass sie untätig wäre. Jeden Monat gibt es in Deutschland und auch einigen anderen Ländern &#8220;Informations-Vorträge&#8221;, die mit genügend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Heute bloggen wir einen uns freundlicherweise zur Verfügung gestellten Gastbeitrag von einer Werbeveranstaltung des Bruno-Gröning-Freundeskreises. Danke an <a href="http://de-de.facebook.com/people/Sigrid-Herrmann-Marschall/100000301382986">Sigrid Herrmann-Marschall</a> für diesen Bericht.</em></p>
<p><strong>Ein Besuch beim Bruno Gröning Freundeskreis</strong></p>
<p>Eines kann man der Bruno-Gröning-Sekte sicher nicht vorwerfen: Dass sie untätig wäre. Jeden Monat gibt es in Deutschland und auch einigen anderen Ländern &#8220;Informations-Vorträge&#8221;, die mit genügend zeitlichem Vorlauf auf deren <a href="http://www.bruno-groening.org/vortrag/defaultvortrag.htm">Webseite</a> einsehbar sind.<br />
Die Veranstaltungen laufen unter dem verheißungsvollen Titel &#8220;Geistiges Heilen &#8211; medizinisch nachweisbar&#8221; und werden oft auch durch Flyer etc. angekündigt. Auffällig ist, dass man sich dafür gern besonders seriöse Veranstaltungsorte und Adressen sucht. So werden von Privatpersonen Säle in Kliniken, an Unis, beim DRK, in Bürgerhäusern oder in gutbürgerlichen Lokalitäten gebucht. Informiert man die Vermieter, fallen diese meist aus allen Wolken, weil sie nicht ahnten, dass in ihren Räumen eine Heilssekte agieren möchte, die den guten Ruf des Ortes für ihre Zwecke nutzen will.</p>
<p>Stornieren informierte Vermieter die Buchung, ist man überaus flexibel. Ist eines der reisenden ärztlichen Aushängeschilder schon mal unterwegs, will man die Anwesenheit ausnutzen, um dem manchmal verzweifelten und meist medizinisch ungebildeten Publikum einen wissenschaftlichen Gehalt der reinen Glaubenslehre zu suggerieren.<span id="more-7616"></span></p>
<p>In der Rhein-Main-Region, <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/koranverteilungen-in-deutschen-staedten-die-sache-mit-der-wahrheit-11717904.html">in der sich ja so einiges tummelt</a>, ist man immer wieder aktiv, geht in Bürgerhäuser und versucht, bei verschiedenen Anbietern unterzukommen. In Frankfurt gibt es ein Bruno-Gröning-Freundeskreis-Zentrum, in dem neben Zusammenkünften auch immer wieder Filmvorführungen veranstaltet werden. Die im Nachfolgenden beschriebene Veranstaltung fand dieser Tage in Offenbach statt.</p>
<p>Der Vortrag war vom städtischen Klinikum in Offenbach, wo man sich zunächst einmieten wollte, in ein Hotel verlegt worden, nachdem das Klinikum auf Information hin den Vertrag annulliert hatte. An der Einfahrt zum Hotelparkplatz steht bereits eine Anhängerin, die Ankommende einweist. Am Eingang des Raumes erfolgt der Empfang durch weitere Anhänger, die wissen wollen, wie man denn zu ihnen gefunden habe. Meine Angabe &#8220;durch das Internet&#8221; wird sorgfältig vermerkt und man wünscht mir mit strahlendem Lächeln einen schönen Nachmittag.</p>
<p>Die Vorträge laufen nach einem bestimmten Schema ab. Nie fehlen darf das liebevoll erhöht arrangierte Bildnis des Bruno, den monströs angeschwollenen Hals gut ausgeleuchtet. Der riesige Kropf springt auf fast allen Bildern, die von Gröning existieren, stark ins Auge. Nein, gesund sieht er auf den alten Schwarz-Weiß-Aufnahmen nicht aus, der Herr Gröning, der mit 53&nbsp;Jahren an Magenkrebs starb. Seine beiden leiblichen Kinder starben ebenfalls früh. Auch da kein Hinweis auf „Heilungen“. Dies scheint die Anhänger jedoch nicht abzuhalten, in ihm eine Art Messias zu sehen. Nach Beginn der Veranstaltung sieht man im Raum schon an der eingenommenen Haltung, wer bereits Anhänger und wer neu hinzugekommen ist. Die Anhänger nehmen spätestens beim ersten eingespielten besinnlichen Musikstück eine Stellung ein, die angeblich den „Heilstrom“ fließen lassen soll. Sie sitzen die Augen halb geschlossen, Beine nebeneinander und legen die Hände mit der Handfläche nach oben auf die Oberschenkel.</p>
<p>Gleich zu Beginn wird gefragt, ob jemand von der Presse dabei sei; man nickt in eine Richtung. Da man nun die Presse im Saal glaubt, wird zuerst versichert, dass keinesfalls von normalen Therapien abgeraten werde. Auf allen Plätzen liegen Informationsmaterialien: Ein Sonderdruck „Es gibt kein unheilbar“ aus dem Grete-Häusler-Verlag mit Artikeln aus „Matrix&nbsp;3000“, „Fliege“ und dem „Reiki Magazin“ umhüllt die Faltblätter „Hilfe und Heilung auf dem geistigen Weg“, „Ein Weg aus der Sucht“, einen Veranstaltungshinweis und ein Adressenformular.</p>
<p>Die Frau, die die einleitenden Worte spricht und die auch immer wieder die Moderation übernimmt, ist eine Aktivistin der Szene und nach eigener Auskunft schon über 20&nbsp;Jahre dabei. Sie bittet die Zuschauer, Fragen erst am Ende zu stellen, um die „gute Energie“ nicht zu stören. Dann berichtet sie mit leuchtenden Augen, wie Bruno ihr persönlich geholfen und wie viel Gutes sie durch ihn erfahren habe. Sie spricht von „Bruno“ ausschließlich im Präsens, schwadroniert über Schwingungen, bemüht &#8220;Energien&#8221; und noch so allerlei anderes Vokabular aus der Esoterikecke. Krankheiten gehörten nicht zum Menschen, gibt sie die &#8220;Weisheiten&#8221; von Bruno Gröning wieder, nur Gesundheit. Krankheiten entstünden durch schlechte Gedanken.</p>
<p>Sie redet sich in Fahrt und muss sich selbst unterbrechen, um den anwesenden Arzt vorzustellen. Dieser spart nicht mit Eigenlob, betont, wie viele Ärzte er angeleitet habe, wie viele Vorträge er „weltweit“ halte, sogar in Khartoum sei er gewesen. In Bad Nauheim sei er Chefarzt gewesen, sagt er. Er berichtet über eigene Erlebnisse von Heilungen durch Bruno an sich selbst. Auch er sieht nicht sehr gesund aus. Er stellt heraus, wie viel Berufserfahrung er als Arzt – er sei Anästhesist &#8211; habe, nur um dann zu relativieren: In 24&nbsp;Jahren Tätigkeit als Arzt habe er nicht so viele „Heilungen“ gesehen wie in den 12&nbsp;Jahren, in denen er Bruno-Gröning-Anhänger sei. Geistige Energie und Heilstrom seien physikalisch nachweisbar, das sei keine Einbildung und kein Voodoo. Die moderne Medizin, so doziert er weiter, sehe immer nur den Befund und den Nachbefund, aber was zwischendrin passiere, wisse sie nicht. Die Heilungen, die durch Bruno geschähen, würden hingegen intensiv wieder und wieder von ärztlicher Seite geprüft, und nein, sie seien nachweislich unerklärbar. Gott sei der einzige Heiler. Schließlich habe schon Bruno gesagt, es gebe keine unheilbaren Erkrankungen, sondern nur unheilbare Menschen. Spätestens hier wird klar: Bei allen Lippenbekenntnissen, man solle normale Therapien annehmen und auch an sie glauben, ist die Botschaft, dass in Wirklichkeit nur Gott heile. In einem ausgelegten Werbezettel für weitere Treffen wird man noch deutlicher: &#8220;Die Kraft, die seinerzeit durch Bruno Gröning wirkte, wirkt noch immer. Die Fakten sprechen für sich: Heilungen von Krebs, Angina pectoris, Rheuma und Osteoporose, aber auch von Drogenabhängigkeit und anderen Suchterkrankungen. Ärzte bestätigen die Erfolge.&#8221;</p>
<p>Die Moderatorin fragt das Publikum, wer mit Beschwerden gekommen sei. Einige melden sich.</p>
<p>So eingestimmt wird dazu aufgefordert, von den Heilungen zu berichten. Moderatorin, Arzt und „Geheilte“ kennen sich, man spricht sich mit Namen an. Verschiedene „Geheilte“ berichten von ihren Erkrankungen, die sie oft konventionell therapieren ließen. Es ist kein Fall dabei, der nicht durch den natürlichen Verlauf oder das Ansprechen der oft parallel oder vorher durchgeführten Behandlungen erklärbar wäre, wenn man die Wahrscheinlichkeiten kennt. Dies sieht jedoch dieser Arzt ganz anders: Er stellt heraus, Bruno habe geheilt und nicht die Operation, die Medikamente oder einfach der Körper selbst. Bei allen vorgeschobenen Bekenntnissen, man halte die Menschen nicht von wissenschaftlichen Therapien ab, ist doch der Schluss ganz klar für den Zuhörer: Vertraue Gott, er hilft Dir, ob du nun etwas anderes machst oder nicht. Wer wird sich denn da noch den Strapazen z.B. einer Chemotherapie aussetzen, wer die Kinder impfen lassen, wenn es Gott- und Brunovertrauen schon richten soll?</p>
<p>Zwischendurch wird immer wieder besinnliche Musik gespielt und Filmbeiträge vom <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44436973.html">Wirken Grönings</a> vorgeführt. Ein Paar mittleren Alters geht vor dem ersten Film.</p>
<p>Von den wenigen anwesenden jüngeren Menschen berichten mehrere. Ein junger tätowierter Mann bekundet, er sei durch die Lehre Bruno Grönings von der Drogensucht los gekommen. Nun sei er Familienvater mit drei Kindern. Eine junge Frau, die als die Jugendorganisation vertretend vorgestellt wird,  tritt vor und berichtet recht emotional von der Hilfe, die sie von Bruno erfahren habe. Sie sei immer schlecht in Mathematik gewesen, habe sich sehr bemüht, aber das ganze Lernen habe nichts geholfen. Sie sei seit ihrem 12.&nbsp;Lebensjahr bei der Gruppierung. Dann habe sie sich auf Mathe „eingestellt“, habe Bruno um Hilfe gebeten und seither sei sie sehr gut in Mathe. Es wird kommentiert, die Heilungen seien ja nur 5% der Hilfen, die Bruno biete. Besonders bei alltäglichen Dingen solle man auf seine Hilfe vertrauen.</p>
<p>Der Arzt stellt heraus, wie erfolgreich man doch in der Drogensucht-Bekämpfung sei: Drogen-, Alkohol-, Nikotinsucht seien durch Fürbitte bei Bruno zu beheben. Er behauptet, Alkoholkranke, die durch Bruno geheilt worden seien, könnten ganz normal wieder &#8220;ein Gläschen&#8221; trinken, ohne rückfällig zu werden.</p>
<p>Die Moderatorin fragt in die Runde, wer eine Verbesserung spüre. Als sich keiner meldet, hakt sie nach, ob denn irgendwer etwas spüre, das jetzt anders sei. Als sich wieder keiner melden will, fragt sie einzelne Personen. Die meisten spüren keine Veränderung, einmal wird von einem warmen Gefühl berichtet. Das sei doch schon was, findet die Moderatorin.</p>
<p>Anschließend fordert die Moderatorin nachdrücklich zu Spenden auf. Man sei hier zwar ehrenamtlich tätig, aber Raummiete, Flyer, Fahrten usw. seien sehr kostspielig.</p>
<p>Auf die versprochene Fragerunde wartet man derweil vergeblich. Auf meine Nachfrage hin will mich der anwesende Arzt in ein Vier-Augen-Gespräch verwickeln. Da ich diese Vorgehensweise schon kenne, lasse ich mich nicht darauf ein, sondern beharre auf der öffentlichen Diskussion. Ich frage laut in die Gruppe, wie man sich denn erkläre, dass der Herr Gröning selbst recht krank war und früh starb, auch seine Kinder nicht retten konnte. Das strahlende Lächeln vieler Anhänger verschwindet und macht einem bösen Gesichtsausdruck Platz. Aus der Gruppe heraus wird mir vorgeworfen, warum ich denn so lange gewartet hätte mit den Fragen. Die Moderatorin versucht geübt, die Situation zu retten, tritt zusammen mit dem Arzt und einigen Anhängern zu mir. Sie versucht wieder, das Gespräch in eine kleinere Runde zu bringen. Anscheinend sollen die Anhänger nicht irritiert werden. Sie erzählt, sie habe bei einer 80-jährigen über 20&nbsp;Heilungen erlebt. Da die Gruppe aufbricht, rufe ich in die Menge, dass die „Heilungen“ mitnichten fachüblich veröffentlicht und wissenschaftlich nachgewiesen seien und man sich keinesfalls auf diesen Weg verlassen solle. Man solle zum Arzt gehen, wenn man Beschwerden habe. Geistige Heilung helfe nicht nachweislich. Man solle sich seriös und neutral informieren, z.B. bei EsoWatch.</p>
<p>Die Stimmung kippt nun deutlich, etliche Menschen verlassen den Raum. Einige Anhänger scharen sich um mich und berichten ihre Geschichte, fordern eine Erklärung für ihren Verlauf. Der Verweis, man müsse dazu die Unterlagen sehen, stellt sie nicht zufrieden. Eine Dame berichtet, sie habe Brustkrebs gehabt, die Lymphknoten seien bereits befallen gewesen. Das habe man unter der Operation festgestellt, bei der neben dem Krebs auch die Lymphknoten entfernt worden seien. Eine empfohlene Chemotherapie habe sie nicht wahrgenommen und auf Bruno Gröning vertraut. Nun sei sie geheilt und verdanke dies Bruno Gröning. Mein Verweis, ihr derzeitiger Zustand sei doch wohl eher auf die Operation zurückzuführen, bringt sie nicht eine Sekunde zum Nachdenken. Nein, sie verdanke ihre Heilung Bruno, beharrt sie. Ich weise sie darauf hin, dass sie sich untersuchen lassen soll. Der Arzt tritt wieder hinzu und behauptet, es sei alles veröffentlicht, und was ich denn unter „fachüblich“ verstehe? &#8220;Nicht in Postillen, sondern in ordentlichen Journalen&#8221;, entgegne ich. Er solle doch wissen, was man unter „fachüblich“ verstehe und ich wisse, dass er es auch wisse. Er merkt, dass er nicht weiterkommt, und überreicht mir ein Visitenkärtchen, ich solle anrufen und man könne dann weiterreden.</p>
<p>Das Kärtchen ist eines der „Medical Scientific Group of the Bruno Groening Circle of Friends“ mit seinem Namen. Da er an diesem Tag aus Freiburg anreiste, um den ursprünglich angekündigten Vortragenden (der aus privaten Gründen absagte) zu ersetzen, ist deutlich, dass die Eigenbeschreibung der Gruppe stark übertrieben ist. Man behauptet, 6.000&nbsp;Mediziner seien in der Gruppierung. Wohl eher&nbsp;6. Das war nicht die einzige Übertreibung an diesem Nachmittag. Der Arzt sagte einmal während der Veranstaltung, es gebe 75&nbsp;Heilungen. Die Anhänger berichtigten ihn im Chor: 75.000. „Ja, natürlich, 75.000…“ Was Freud so alles zu Tage bringt.</p>
<p>Im Foyer fängt mich ein Anhänger ab. Aus seiner Ansprache wird deutlich, dass er mich als die Person identifiziert hat, die das Klinikum informiert hatte. Er ist wohl derjenige, der die Räumlichkeit organisiert hat, hatte dadurch meinen Namen erfahren und sich dann über mich informiert. Da mich sein Manipulationsversuch offensichtlich kalt lässt, bedenkt er mich mit bösen Blicken und wir verabschieden uns.</p>
<p>Vor dem Hotel treffe ich auf eine kleine, ältere Frau, die mir unbedingt noch etwas mitgeben will. Das sich ergebende längere Gespräch, das mehr ein Monolog war, zeigt auf, wie gedacht wird. Die Dame repräsentiert gut den Bildungsstand der Anhänger. Es sind eher Menschen mit geringerem Ausbildungsstand, die in diese Sektenfalle laufen. Sie berichtet, sie habe nach einer Geburt ein Kindbettfieber gehabt. Viele Jahre habe sie unter der damals erforderlichen befristeten Antibiotika-Gabe gelitten, habe sehr viel Geld bei Heilpraktikern gelassen. Der eine Sohn sei Naturwissenschaftler, der widerspreche ihr auch immer, wenn sie versuche, die Impfungen des Enkelkindes zu verhindern. Die Akademiker seien ja so angefüllt mit Wissen, aber würden nichts mehr fühlen. Sie macht einen verbitterten Eindruck. Die Dame ist gegen Impfungen, gegen die Ärzte, gegen die „Pharma“, gegen „Chemie“, sie spart nicht mit sehr bösen und ziemlich undamenhaften Bezeichnungen für die Ärzte, die ihr seinerzeit möglicherweise das Leben retteten und ihre Kinder impften. Sie vertraue keinem Arzt mehr. Wenn man ihr zuhört, bekommt man den Eindruck, Ärzte seien mindestens des Teufels. Gegenreden lässt sie nicht zu. Sie ist in einer Parallelwelt gefangen und hat den Zugang wohl schon vor langer Zeit zugemauert.</p>
<p>Über dieser Parallelwelt thront nun Bruno Gröning.</p>
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		<title>SciFund Challenge II &#8211; Die Rückkehr</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 12:51:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Bojangles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdfunding]]></category>
		<category><![CDATA[SciFund]]></category>

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		<description><![CDATA[Im letzten Herbst haben wir ja schon von der SciFund Challenge berichtet &#8211; einem Projekt, bei dem es darum geht, gemeinsam Wissenschaft zu fördern und zu finanzieren. Um einen Überblick zu bekommen, lohnt es sich, den alten Beitrag zu lesen, da er detaillierter über SciFund berichtet. Kurz gesagt: Wissenschaftler stellen ihre Projekte auf der Rockethub-Plattform [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im letzten Herbst haben wir ja schon von der <a href="http://blog.esowatch.com/?p=4963">SciFund Challenge berichtet</a> &#8211; einem Projekt, bei dem es darum geht, gemeinsam Wissenschaft zu fördern und zu finanzieren. Um einen Überblick zu bekommen, lohnt es sich, den alten Beitrag zu lesen, da er detaillierter über SciFund berichtet.</p>
<p>Kurz gesagt: Wissenschaftler stellen ihre Projekte auf der Rockethub-Plattform ein und hoffen darauf, dass die Gemeinschaft sie finanziert. Diese Vorgehensweise nennt man <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Crowdfunding">Crowdfunding</a>.</p>
<p>Im Herbst wurden 250.000$ angepeilt &#8211; erreicht wurden 76.230$. Einige Projekte wurden voll finanziert, andere kaum. Im <a href="http://scifundchallenge.org/blog/">Blog der SciFund-Macher</a> wurden diverse Faktoren analysiert, die Projekte zum Erfolg geführt haben: der <a href="http://scifundchallenge.org/blog/2012/03/29/visualizing-the-effects-of-social-networks-contributors-on-money-raised-in-scifund/">Einfluss von Twitter</a>, <a href="http://scifundchallenge.org/blog/2012/03/29/your-momma-still-loves-your-scifund-project/">der Einfluss von Facebook</a>, &#8230;</p>
<p>Wir sind gespannt, wie es dieses Jahr läuft und ob sich die Wissenschaftler die Tipps zu Herzen genommen haben. Einige ganz sicher, wie man an diesem Video-Teaser sieht:<span id="more-7620"></span></p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/4KLEsyPGsyk" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Teaser enthält zwar nicht viele Informationen, aber macht hoffentlich trotzdem etwas neugierig auf das Projekt <a href="http://www.rockethub.com/projects/7377-stemulate-learning-using-personalized-robots">&#8220;STEMulate Learning using personalized robots!&#8221;</a>.</p>
<p>Und es gibt mehr: <a href="http://www.rockethub.com/projects/7563-frankenstein-salamanders-steal-genomes">Frankenstein-Salamander, die Genome stehlen</a>, <a href="http://www.rockethub.com/projects/7483-coping-with-stress-coral-reefs-in-kiribati">gestresste Korallenriffe</a>, <a href="http://www.rockethub.com/projects/7520-birth-control-for-fish-what-s-in-your-water">Verhütung und Fische</a>, um nur ein paar zu nennen. Insgesamt 68&nbsp;Projekte versuchen sich wieder über Crowdfunding zu finanzieren.</p>
<p>Sehr interessant ist: <a href="http://www.rockethub.com/projects/7509-projet-crevette-save-children-from-disease">&#8220;Projekt Crevette&#8221;</a>. <strong>250&nbsp;bis 300&nbsp;Millionen Menschen</strong> sind von dem Egel Schistosoma, einem Parasiten, befallen und leiden unter der Krankheit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schistosomiasis">Schistosomiasis</a> (auch Bilharziose). Weitere 600&nbsp;Millionen Menschen sind gefährdet. Die Krankheit gehört damit zu den verbreitetsten der Welt. Das clevere Projekt möchte eine Möglichkeit erforschen, die Ursache der Krankheit, die Erreger, zu bekämpfen.</p>
<p>Die Idee ist es, in einem betroffenen Gebiet eine durch den Menschen ausgerottete Garnelenart wieder anzusiedeln. Die Garnelen sollen die Schnecken fressen, die die Wirte der krankheitserregenden Egel sind. Dadurch wiederum sollte die Parasitenzahl im Wasser drastisch sinken. Als zusätzlichen Bonus könnten die Menschen dort ihren Speiseplan mit Garnelen auffetten.</p>
<p>Ziel des Projektes ist es nachzuweisen, dass die Strategie funktioniert:</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/KfSpk38siNY" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Zu den besonders spannenden Projekten gehört auch eines zur <a href="http://www.rockethub.com/projects/7395-the-alzheimer-s-project">Alzheimerforschung</a>:<br />
<iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/4lvZx-Vb_do" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wir hoffen, mit diesem Beitrag das Interesse an diesen Projekten geweckt zu haben. Auf der Webseite zum <a href="http://scifundchallenge.org/">Scifund Projekt</a> kann man sich weitere Informationen und Neuigkeiten holen und auch über den Projektfortschritt informieren.</p>
<p>Oder man schaut sich einfach die <a href="http://www.rockethub.com/projects/scifund">lange Liste an Projekten durch</a> &#8211; manche skurril, viele hochinteressant -, ob man etwas Spannendes findet, das man unterstützen kann.</p>
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		<title>Ein Monatskommentar</title>
		<link>http://blog.esowatch.com/?p=7602</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 10:31:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>YorkTown</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[GBS]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Walach]]></category>
		<category><![CDATA[Straubinger]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir bloggen zwar üblicherweise keine Monatsübersicht, diesmal möchten wir jedoch ein paar Worte zu einigen Themen dieses Monats verlieren (P.A. Straubinger, Harald Walach, Giordano Bruno Stiftung). Zuerst einmal zu P.A. Straubinger und &#8220;Am Anfang war das Licht&#8221;: Wie RelativKritisch berichtet, hat Herr Straubinger inzwischen auf den Tod von &#8220;Anna Gut&#8221; reagiert und auf der Facebook-Seite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir bloggen zwar üblicherweise keine Monatsübersicht, diesmal möchten wir jedoch ein paar Worte zu einigen Themen dieses Monats verlieren (P.A. Straubinger, Harald Walach, Giordano Bruno Stiftung).</p>
<p>Zuerst einmal zu <strong>P.A. Straubinger</strong> und <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Am_Anfang_war_das_Licht">&#8220;Am Anfang war das Licht&#8221;</a>:</p>
<p>Wie <a href="http://www.relativ-kritisch.net/blog/allgemein/p-a-straubinger-%E2%80%9Eam-anfang-war-das-licht-am-ende-die-dunkelheit">RelativKritisch berichtet</a>, hat Herr Straubinger inzwischen auf den Tod von &#8220;Anna Gut&#8221; reagiert und auf der Facebook-Seite des Films einen Stellungnahme eingestellt, in der er jegliche Schuld von sich bzw. von seinem Film weist. Beim Lesen des Kommentars bleibt ein fader Geschmack zurück.<span id="more-7602"></span></p>
<p>Herr Straubinger ist offensichtlich noch immer der Meinung, eine &#8220;journalistisch einwandfreie&#8221; Dokumentation gedreht zu haben. Dass Kritiker des Films vom ersten Tage an die Befürchtung geäußert haben, dass es zu Nachahmern kommen könnte, hat wenig Eindruck hinterlassen.</p>
<p>Es ist wohl wesentlich leichter, den weichen und sanften Weg der Esoterik zu gehen als den harten und steinigen Weg kritischer Journalistik.</p>
<p>Ein <strong>weiteres Thema</strong> war <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Harald_Walach">Herr Walach</a> und die &#8220;Doktorarbeiten&#8221;, die von seinem Institut vergeben werden. Joseph Kuhn von den Scienceblogs hat das <a href="http://www.scienceblogs.de/gesundheits-check/2012/04/wissenschaftstheorie-wissenschaftspraxis-wissenschaftspolitik-die-unendliche-geschichte-esoterischer-betatigungen-an-der-viadrina.php">Thema aufgegriffen</a> und zeigt sich ebenso entsetzt wie wir.</p>
<p>Einer der Kommentatoren dort hat es sehr <a href="http://www.scienceblogs.de/gesundheits-check/2012/04/wissenschaftstheorie-wissenschaftspraxis-wissenschaftspolitik-die-unendliche-geschichte-esoterischer-betatigungen-an-der-viadrina.php#comment322628">schön zusammengefasst</a></p>
<blockquote><p>Dieser Studiengang ist ein Geschäft, bei dem alle Seiten profitieren, mit Ausnahme der Patienten, die dann auf die so Ausgebildeten hereinfallen.</p></blockquote>
<p>Die Homöopathie-Firma Heel stiftet eine Professur, Walach kann seinen Schmarrn verbreiten und die Teilnehmer erhalten für 10.000€ einen Titel. Dafür müssen sie nur 12 Tage/ Semester an Wochenenden vor Ort sein. Ist zwar etwas teurer als ein <a href="http://wahrsagercheck.wordpress.com/2012/03/28/akademische-titel-fur-esoterik-die-schwierige-und-die-einfache-variante/">Doktor h.c. von einer Titelschmiede für 39 Euro</a>, aber dafür von einer an sich renommierten, anerkannten Institution (zumindest war sie das einmal, die <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Europa-Universit%C3%A4t_Viadrina">Viadrina</a> wird <a href="http://www.stupidedia.org/stupi/Viadrina">immer mehr zum Gespött</a>).</p>
<p>Wir wundern uns ein wenig, dass sich die Studenten und Professoren der Viadrina das gefallen lassen.</p>
<p>Das <strong>dritte große Thema</strong> dieses Monats war der Artikel zur <a href="http://www.giordano-bruno-stiftung.de/">Giordano Bruno Stiftung</a>. Der Artikel hat eine wahrhafte Kommentarflut/Kommentarschlacht ausgelöst. Aus unserer Sicht war das mehr ein Weckruf, ein Schuss vor den Bug.</p>
<p>In den Kommentaren finden sich viele kritische Anmerkungen, viele davon zu Frau Paul, aber auch einige zur GBS selbst. Wir sind gespannt, ob und wenn ja, welche Konsequenzen die Stiftungsmitglieder aus der Geschichte ziehen werden und hoffen, dass die Stiftung mit einem geschärften Selbstverständnis aus der Diskussion hervorgeht.</p>
<p>Immerhin hat sich Michael Schmidt-Salomon im Blog gemeldet und Stellung bezogen. Zudem gibt es jetzt auf den Seiten der GBS einen Link, der auf unseren <a href="http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/palaeopower-evolutionaere-ernaehrung-gesundheit">Blogartikel verweist</a> . Auch wenn viele Leser die Reaktion von Michael Schmidt-Salomon für zu dürftig hielten &#8211; lobenswert ist diese Reaktion dennoch. Es wurde nicht wie üblich versucht, unangenehme Kritik einfach auszusitzen.</p>
<p>Zur Ernährung noch 1-2 Worte, auch wenn wir da keine Experten sind: Jede Diät, die Sie nicht ihr ganzes Leben lang durchhalten können, wird nicht funktionieren. Wenn man zur Hochzeit nächsten Monat 5 Kilo abnehmen will, damit der Anzug/das Kleid besser sitzt, sind viele Diäten geeignet.</p>
<p>Aber wenn man ernsthaft sein Gewicht reduzieren will, schafft man das nur, wenn man bereit ist, sich für immer so zu ernähren. Und dann muss das Essen weiterhin Spaß machen, es darf keine Qual sein. Das ist vielleicht ein Prinzip, dass man im Hinterkopf behalten sollte, egal welche Diät man in Betracht zieht.</p>
<p>Ansonsten haben wir, wie wir glauben, in diesem Monat ein paar schöne Beiträge im Bereich <a href="http://blog.esowatch.com/?cat=479">Wissenschaft</a> veröffentlicht, die wir für sehr lesenswert halten.</p>
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		<title>9-jährige stirbt an FSME</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 10:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mr. Bojangles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Impfen]]></category>
		<category><![CDATA[FSME]]></category>
		<category><![CDATA[Todesfall]]></category>
		<category><![CDATA[Zecken]]></category>
		<category><![CDATA[Zeckenschutzimpfung]]></category>

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		<description><![CDATA[In Kärnten, im Bezirk Villach-Land, ist tragischerweise am Dienstag die 9-jährige Chiara an einem Zeckenbiss gestorben. Der erste Todesfall durch FSME dieses Jahr in Österreich. Die Mutter hatte vor zweieinhalb Wochen eine Zecke entdeckt und diese entfernt. Kurz darauf hatte die kleine Chiara über Kopfschmerzen und Müdigkeit geklagt. Die Eltern haben schnell reagiert und das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Kärnten, im Bezirk Villach-Land, ist tragischerweise am Dienstag die 9-jährige Chiara an einem Zeckenbiss gestorben. Der erste Todesfall durch FSME dieses Jahr in Österreich.</p>
<p>Die Mutter hatte vor zweieinhalb Wochen eine Zecke entdeckt und diese entfernt. Kurz darauf hatte die kleine Chiara über Kopfschmerzen und Müdigkeit geklagt. Die Eltern haben schnell reagiert und das Kind ins Krankenhaus gebracht. Dort stellten die Ärzte eine Hirnhautentzündung fest und nach einer Woche auf der Intensivstation verstarb das Mädchen.</p>
<p>Gegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BChsommer-Meningoenzephalitis">FSME</a> gibt es keine Behandlung. Man kann zwar gegen die Symptome etwas tun, aber ein wirkliches Mittel hat man nicht zur Verfügung.</p>
<p>Das Mädchen war unzureichend geimpft; es hatte zwar eine Impfung bekommen, da es diese jedoch laut Eltern nicht so gut vertrug, nahmen diese Abstand von den weiteren notwendigen Impfungen. Erst ab der zweiten gilt die Impfung als wirksam. Wir möchten nicht in der Haut der Eltern stecken, wenn man sich im Nachhinein fragen muss, was gewesen wäre, wenn &#8230;<br />
<span id="more-7592"></span><br />
Es ist sicher eine schwere Entscheidung, wenn man nur das Beste für sein Kind will. Impfungen haben wie alle Medikamente Nebenwirkungen; man muss als Elternteil Entscheidungen treffen. Das ist sicher nicht immer leicht. Die Eltern von Chiara haben ihr Kind verloren, daher bitten wir unsere Leser von zynischen oder abfälligen Bemerkungen Abstand zu nehmen.</p>
<p>Die Impfung (umgangssprachlich auch gerne &#8220;Zeckenschutzimpfung&#8221; genannt) ist das einzig wirksame Mittel gegen die Krankheit und verleiht 99%igen Impfschutz. Eine Impfung steht seit 1981 zur Verfügung und seither reduzierten sich die Fallzahlen vor allem bei den unter 50-jährigen stark (insgesamt ca. 2/3 Reduktion).</p>
<p>In Österreich mussten aber 2011 noch immer 113 Menschen in stationäre Behandlung, vier Patienten verstarben. Im Vorjahr 2010 mussten nur 63 Menschen ins Krankenhaus und es gab nur einen Toten. Laut Umfragen von 2011 hat auch jeder dritte Österreicher keinen ausreichenden Impfschutz. Für 2012 droht laut Experten ein besonders starkes Zeckenjahr und besondere Gefahr für die vielen Ungeimpften. </p>
<p>Sie können sich über <a href="http://zecken.at/fsme/verbreitungsgebiete/">Hochrisikogebiete auf zecken.at</a> informieren, wobei sie vielleicht von der dortigen Karte überrascht sein werden. Flächenmäßig ist Deutschland das weit größere Hochrisikogebiet.</p>
<p>Von <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Impfgegner">Impfgegnern</a> werden übrigens oft 2 Gründe angeführt, wenn sie gegen die FSME-Impfung wettern:</p>
<p>* Schützt nicht vor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lyme-Borreliose">Borreliose</a><br />
Das ist zwar richtig, aber ein Schutzhelm auf der Baustelle schützt auch nicht davor, sich das Bein zu brechen. Soll man ihn deswegen nicht tragen?</p>
<p>* &#8220;Wirft der Pharmamafia Geld in den Rachen&#8221;<br />
Darauf gibt es nur eine Antwort: &#8220;Wieviel kostet ein Menschenleben?&#8221;</p>
<p>Die Impfung kostet nun wirklich nicht die Welt, die Nebenwirkungen sind gut bekannt und auf Seiten wie <a href="http://zecken.at">zecken.at</a> und <a href="http://zecken.de">zecken.de</a> kann man sich umfassend über das gefährlichste Tier Europas informieren. Nehmen Sie sich die paar Minuten und folgen Sie den Impfempfehlungen. Auch die verbliebenen Fälle jedes Jahr müssten nicht sein.</p>
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		<title>Masterarbeit an der Viadrina schlägt der Wissenschaft ins Gesicht</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 12:26:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>YorkTown</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Pseudowissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa-Universität Viadrina]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Walach]]></category>
		<category><![CDATA[Hartmut Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Kozyrev]]></category>
		<category><![CDATA[Masterarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Skandal]]></category>

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		<description><![CDATA[Als wir vorgestern über Global Scaling, Herrn Walach und die Viadrina gebloggt haben, war uns zuerst gar nicht bewusst, was für einen Schlag ins Gesicht die dort verlinkte Masterarbeit für jeden Akademiker, die wissenschaftliche Arbeit und jegliche Ethik bedeutet. Oh, wir hatten schon überlegt, einen eigenen Blogpost dazu zu bringen, da praktisch jede Zeile darin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als wir vorgestern über <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Global_Scaling">Global Scaling</a>, <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Harald_Walach">Herrn Walach</a> und die <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Europa-Universit%C3%A4t_Viadrina">Viadrina</a> gebloggt haben, war uns zuerst gar nicht bewusst, was für einen <strong>Schlag ins Gesicht</strong> die dort verlinkte <a href="http://www.fostac.ch/de/docs/kurse/kozyrev-prinzip-masterarbeit-dr.med.-peter-conrad-2011.pdf">Masterarbeit</a> für jeden Akademiker, die wissenschaftliche Arbeit und jegliche Ethik bedeutet.</p>
<p>Oh, wir hatten schon überlegt, einen eigenen Blogpost dazu zu bringen, da praktisch jede Zeile darin ein WTF?-Erlebnis auslöst. Aber dass es sich im Unterschied zu einem beliebigen Text aus dem Internet, tatsächlich um eine Masterarbeit handelt, haben wir nicht sofort realisiert.</p>
<p><a href="http://blog.esowatch.com/wp-content/uploads/2012/04/Kozyrev_Spiegel_Conrad.jpg"><img src="http://blog.esowatch.com/wp-content/uploads/2012/04/Kozyrev_Spiegel_Conrad-300x189.jpg" alt="" title="Kozyrev_Spiegel_Conrad" width="300" height="189" class="alignleft size-medium wp-image-7554" /></a>Es geht bei der so genannten Masterarbeit im Wesentlichen um die pseudo-wissenschaftliche <a href="http://esowatch.com/ge/index.php?title=Zeit-Theorie_nach_Kozyrev">Zeit-Theorie</a> des <a href="http://esowatch.com/ge/index.php?title=Nikolai_Kozyrev">Nikolai Kozyrev</a> und im Speziellen um den so genannten <a href="http://esowatch.com/ge/index.php?title=Kozyrev-Spiegel">Kozyrev-Spiegel</a>, mit dem es möglich sein soll, Raum-Zeit-Tunnel zu öffnen. Die Links im Text führen in unser Wiki und liefern einen Überblick über den schmerzhaften Unsinn.</p>
<p>Die Masterarbeit spricht aber am besten für sich selbst:<span id="more-7551"></span></p>
<blockquote><p>Mein erster Kontakt mit dem Namen Kozyrev stammt aus dem Artikel &#8220;Die globale Zeitwelle&#8221; von H. Müller. Er schreibt dort: &#8220;Wer lange leben möchte, sollte also seinen Lebensrhythmus nicht zu sehr verlangsamen lassen. Eine weniger konventionelle Art, dem Resonanztod ein Schnippchen zu schlagen entdeckten die russischen Astrophysiker Kosyrev und Nasonov. Sie entwickelten Methoden, die es ermöglichen, den Einfluß der globalen Zeit zu reduzieren oder zu verstärken und so die lokale Zeit künstlich zu komprimieren bzw. zu dekomprimieren.&#8221; (Müller 2000, S. 55) </p>
<p>&#8220;Keimlinge, die in einer Kosyrev-Kamera zur Welt kommen, entwickeln sich nicht so wie ihre freien Artgenossen. Kosyrev und Nasonov beobachteten ungewöhnliche Entwicklungsformen, die große Ähnlichkeit mit urzeitlichen Phänotypen hatten.</p>
<p>Ähnliche Beobachtungen machten die Baseler Biophysiker Heinz Schürch und Guido Ebner in ihren Experimenten mit elektrostatischen Feldern. Aus Bachforelleneiern entwickelt sich im starken (100.000 Volt) elektrostatischen Feld eine Urform, die dem wilden Lachs in Größe, Farbgebung und Form sehr nahe kommt. Farne kehren zu ihrer Urform zurück, ebenso Kulturpflanzen wie zum Beispiel der Mais. &#8230; </p>
<p>Wahrscheinlicher ist jedoch, daß dieser temporale Effekt, ebenso wie die Funktionsweise der Kosyrev-Kamera nicht auf einer Abschirmung lokaler Wellen vom Einfluß der globalen Zeitwelle beruht (wie bisher vermutet), sondern umgekehrt, die Kosyrev-Kamera bzw. die Metallplatten des Kondensators lokale Zeitwellen kurz schließen, so daß nur noch der Einfluß der globalen Zeitwelle übrig bleibt. Dieser ungestörte  Einfluß der globalen Zeit bewirkt die Wiederherstellung des natürlichen Urzustandes bei Bachforellen, Farnen, Getreide u.s.w. Diese Erkenntnisse beweisen, wie begrenzt doch der morphogenetische Einfluß des genetischen Codes ist &#8230;&#8221; (Müller 2000, S. 57) </p></blockquote>
<p>Der als wissenschaftliche Referenz angegebene <a href="http://esowatch.com/ge/index.php?title=Hartmut_M%C3%BCller">Hartmut Müller</a> ist inzwischen auf der Flucht, nachdem er im Februar zu 4 Jahren und 5 Monaten Freiheitsentzug verurteilt wurde. Und zwar weil er eben genau den Mist dreist versilbert hat, dem mit dieser Masterarbeit nun auch noch ein wissenschaftlicher Anstrich verpasst werden soll. Anleger haben 5 Millionen Euro in seine Wundertechnologie &#8220;investiert&#8221; und schauen nun durch die Finger.</p>
<p>Man muss sich vorstellen: Dieser pseudowissenschaftliche Mumpitz war ernsthaft Thema einer Masterarbeit und nicht nur das. In einem <a href="http://intrag.info/newsletter/2011-09/">Newsletter</a>, der von <strong><a href="http://esowatch.com/ge/index.php?title=Harald_Walach">Herrn Walach</a></strong> &#8211; seines Zeichens Gutachter der Arbeit &#8211; herausgegeben wurde, <strong>wird die Arbeit als hervorragend bezeichnet</strong>.</p>
<blockquote><p>Auch hervorragende experimentelle Arbeiten waren darunter wie die von Herrn Conrad, der in einem selbstkonzipierten Experiment die Hypothesen Kosyrevs überprüft hat. </p></blockquote>
<p>Hervor-ragen tut die Arbeit ja &#8211; aber nicht alles, was hervor-ragt, ist deswegen gleich positiv:</p>
<p><em>“Und der Ritter Alexander rutscht hinunter s’ Treppnglander. Unten ragt ein Nagel vor – jetzt singt er im Knabenchor!”</em><br />
So kann man sich seinen wissenschaftlichen Ruf selbst abschneiden!</p>
<p>Guttenberg war ein Skandal. Und ohne seine Tat verharmlosen zu wollen, ist da doch ein Unterschied. Er hat als Arbeit etwas abgeliefert, was wohl inhaltlich (so einigermaßen) wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Einem Gutachter muss vielleicht nicht sofort auffallen, dass da Passagen abgeschrieben sind.</p>
<p>In diesem Fall aber springt es dem Leser doch sofort ins Gesicht: Komplett unwissenschaftlicher Unfug. Und je länger man darin liest, desto schlimmer wird es. Jeder ernsthafte Gutachter hätte eine solche Arbeit abgelehnt.</p>
<p>In diesem Fall haben die Gutachter jegliche Wissenschaft ignoriert, jeden Anstand über Bord geworfen und damit jedem, der eine ehrliche Masterarbeit abgegeben hat, ins Gesicht gespuckt.</p>
<p>Wen man unseren vorhergehenden Blog liest, erfährt man übrigens, dass Herr Walach heute meint, das ganze “Global Scaling”-Zeug von Müller sei “vollkommener Schmarrn” und er kenne sich damit sowieso nicht aus. Voriges Jahr war er offensichtlich noch ganz anderer Meinung.</p>
<p>Die Annahme dieser Arbeit ist, um es klar zu sagen, eine Frechheit erster Güte.</p>
<p>Dieser Dammbruch der wissenschaftlichen Qualität darf nicht hingenommen werden, es heißt <strong>Stellung beziehen</strong>. Es ist notwendig (und hier ist jeder von uns und vor allem die Politik gefordert) der Viadrina klar zu machen, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: <strong>&#8220;Wissenschaftlichen Mindeststandards genügen oder endlich dichtmachen!&#8221;</strong></p>
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		<title>Am Anfang war das Licht: Das erste Opfer</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 13:41:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>YorkTown</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
		<category><![CDATA[Jasmuheen]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtnahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Werner]]></category>
		<category><![CDATA[Prahlad Jani]]></category>
		<category><![CDATA[Straubinger]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Straubinger, letztes Jahr haben Sie das Goldene Brett (vor dem Kopf) mit Humor entgegengenommen, fanden es cool, fanden es toll, waren charmant, witzig, haben sich gefreut, haben gelacht. Die Frage, die sich uns stellt, ist: &#8220;Lachen Sie noch immer?&#8221; Anna Gut (zum Namen siehe Tagesanzeiger), aus der Ostschweiz, lacht nicht mehr. Nie wieder. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.esowatch.com/wp-content/uploads/2012/04/Straubinger.png"><img src="http://blog.esowatch.com/wp-content/uploads/2012/04/Straubinger-300x264.png" alt="" title="Straubinger" width="300" height="264" class="alignleft size-medium wp-image-7562" /></a>Herr Straubinger, letztes Jahr haben Sie das <a href="http://www.goldenesbrett.at/">Goldene Brett</a> (vor dem Kopf) mit Humor entgegengenommen, fanden es cool, fanden es toll, waren charmant, witzig, haben sich gefreut, haben gelacht.</p>
<p>Die Frage, die sich uns stellt, ist: <strong>&#8220;Lachen Sie noch immer?&#8221;</strong></p>
<p>Anna Gut (zum Namen siehe Tagesanzeiger), aus der Ostschweiz, lacht nicht mehr. Nie wieder. Die Staatsanwaltschaft stellte Tod durch Verhungern fest. Verhungert im festen Glauben, sich von <a href="http://esowatch.com/ge/index.php?title=Prana">Prana</a> ernähren zu können.</p>
<p>Wie der Schweizer <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Von-Licht-ernaehrt--bis-in-den-Tod/story/28039574">Tagesanzeiger berichtet</a>, hat Ihr Film <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Am_Anfang_war_das_Licht">&#8220;Am Anfang war das Licht&#8221;</a> die Mittfünfzigerin fasziniert. Sie war begeistert, begeistert von dem Film, von der Aussage, begeistert von den &#8220;Lichtgestalten&#8221; darin.<br />
<span id="more-7558"></span><br />
Lichtgestalten wie einem <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Prahlad_Jani">Prahlad Jani</a>, zu dem wir einen umfassenden Wikiartikel haben: Bis heute hat er keinerlei Beweis geliefert, dass er nicht isst.</p>
<p><a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Hira_Ratan_Manek">Hira Ratan Manek</a>, ein Inder, der ebenfalls behauptet, ohne Nahrung auszukommen und gleich bei erster Gelegenheit beim Essen in einem Restaurant gefilmt wurde.</p>
<p>Oder der <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Anthroposophie">Anthroposoph</a> <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Michael_Werner">Michael Werner</a>, der zwar viel über Lichtnahrung redet, aber dann doch lieber ein &#8220;Stückchen Schokolade&#8221; futtert.</p>
<p>Anna Gut ist den Anweisungen der ebenfalls im Film vorkommenden <a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Jasmuheen">Jasmuheen</a>, die mit bürgerlichem Namen Ellen Greve heißt, gefolgt.</p>
<p>Anna Gut ist dabei nicht das erste Opfer von Ellen Greve, schon mehrere Leute haben sich nach ihren Anweisungen zu Tode gehungert. Die Australierin hat sich inzwischen davon distanziert; offensichtlich haben ihr die bisherigen Opfer gereicht.</p>
<p>Aber bei Ihnen, Herr Straubinger, bei Ihnen ist es das erste Opfer. Wie fühlt man sich da?</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/HQvODlkuhBQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Herr Straubinger: &#8220;Lachen Sie noch immer?&#8221;</strong></p>
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